Re: ich will leben ! – Der Piep im Ohr – das Handy im Auto

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Posted 15 Jun 2008 in Allgemein

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> Es ist zum k…, wie hier einige quasi ein Grundrecht auf
> Unaufmerksamkeit am Steuer fordern, um dummes Zeugs quasseln zu
> können.
> Wenn sich diese Leute nur selbst um ihren Hals fahren würden …
> ok: irgendwann wären sie weggemendelt.
> Aber es ist leider oft so, daß sie völlig unbeteiligte mit in den
> Tod
> nehmen.
>
> Wer telefonieren will, soll gefälligt an den Rand fahren und
> anhalten.
>
> Friedrich
>
> PS: es gibt von einigen Herstellern Schuhwichse in Schwammtuben.
> Hiermit kann man Geh- und Radwegeparker in Spiegelschrift auf der
> Windschutzscheibe mitteilen, wo sie stehen.
Das kommt mir fast so vor, als hätte hier ein radikaler geschrieben!
Ich will auch leben und dennoch darf ich in fast keine Lokalität, weil
dort massenweise gequalmt wird. Trotzdem renne ich nicht mit
Spezialschuhwichse oder anderen Waffen herum, beschädige fremdes
Eigentum oder brülle dauernd “ich will leben” obwohl es bei mir
ärztlich erwiesen ist, daß selbst gelegentliche kleine Mengen
Zigarettenrauch mein Leben in wenigen Jahren beenden würden. Ich bin da
bei weitem nicht der einzige und habe daher in Deutschland praktisch
keine normalen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, da die Leute hier
im allgemeinen meinen, ein Grundrecht darauf zu haben, andere
mitzuvergiften. Ich werde jetzt bestimmt gesteinigt werden, aber das
ist für mich leider die tägliche Realtität. Widerstand ist hier völlig
zwecklos. Was das Handyverbot angeht, so bin ich prinzipiell dafür,
aber die Art und Weise, wie es im einzelnen aussieht, stößt mich völlig
vor den Kopf! Handy im Auto wird gerade so behandelt, als würde man mit
2.5 Promille hinter dem Steuer sitzen. (Nur mit abgestelltem Motor
usw.) Ein Verbot während freier Fahrt hätte vollkommen genügt. Wenn
jemand im Stau den Motor laufen läßt, oder ab und zu sogar mit
Schrittgeschwindigkeit ein paar Meter vorwärts kommt, oder an der roten
Ampel steht und mal kurz einen Anruf im Stand mit eingeschaltetem Motor
tätigt, da kann mir wirklich keiner weißmachen, daß da Leute dran
sterben! Andererseits fahren die Leute, (insbesonder LKW-Fahrer, was
ich ihnen bei ihrem Dauerjob im Fahrzeug auch kaum verübeln kann,
solange es erlaubt ist) Stundenlang essend und trinkend mit der
Zigarette in der einen und dem Hamburger und dem CB-Funk in der anderen
Hand durch die gegend und belegen immer wieder mal eben zwei Fahrspuren
und keiner sagt etwas. Gerade nachts muß ich solchen Leuten immer
wieder bei Tempo 160 plötzlich ausweichen. Aber der kleine Autofahrer,
der kein Politiker ist mit riesen Diäten und Dienstwagen Chauffeur, der
sowieso mit dem Handy im Auto telefonieren darf, oder sich über eine
2000DM-Freisprecheinrichtung mit Sprachwahl und allen Extras freut, der
darf nun gar kein Handy mehr benutzen.
Ich will damit sagen: Telefonieren während der Fahrt einzuschränken ist
sinnvoll, aber irgendwo stimmen hier die Verhältnisse nicht und der
Staat wird mir den Luxus einer guten Freisprecheinrichtung wohl kaum
finanzieren, obwohl es sicher ein erfolgreicheres Modell gewesen währe,
daß man z.B. die Freisprecheinrichtung bei entsprechndem Kaufnachweis
von der KFZ-Steuer absetzen kann. Naja, aber das bringt ja bekanntlich
nicht so viel Geld in die Kassen, wie ein nach Ansicht der meisten
Bürger etwas übertriebenes Verbot. Man stelle z.B. den Anteil der LKW
auf deutschen Autobahnen mal in Relation zum Anteil der Todesopfer
durch LKW. Der ist nämlich erschreckend hoch. Dimensionen höher, als
die Anzahl der Telefonopfer. Ich will damit nicht gegen LKW-Fahrer
wettern, oder gegen das Telefonierverbot generell. Ich meine nur, daß
man die Lenkzeiten besser kontrollieren, Essen am Lenkrad verbieten und
das Handyverbot auf ein normal einsichtiges Maß lockern sollte.
Außerdem glaube ich fast, daß das Hantieren mit glühenden Tabakwaren
mit immer wieder mal herunterfallenden glühenden Aschestücken am Steuer
genauso ablenkend sein kann, wie das Telefonieren. Zumindest ist es in
plötzlich auftretenden Gefahrensituationen wohl tödlich, erst einmal
brennede Sachen weglegen zu müssen (z.B. Streichhöltzer).
PS: Ich finde es lustig, daß Friedrich erst (zurecht) verlangt, daß die
Leute an den Rand fahren und dann erzählt, was er mit den Leuten tut,
die an den Rand gefahren sind (Schuhwichse in Schwammtuben). :-) ))


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