autoenn dem so wäre, wäre DVB-T tot und DAB längst standard in allen
> Autoradios.
Dass DVB-T-Empfaenger zum Standard bei Autoradios
werden, halte ich auch fuer aeusserst
unwahrscheinlich. Das System spielt seine Staerken
im stationaeren Betrieb aus, obwohl auch die
Versorgung von schnellen Fahrzeugen prinzipiell
moeglich ist.
Ich finde, man sollte DAB ruhig weiter fuer den
mobilen Einsatz optimieren. Fuer die Versorgung im
Auto sollten 14 Programme, die man in zwei DAB-
Bouquets stecken kann, vollkommen ausreichen. Wenn
man dann noch bedenkt, was fuer ein Gerauschpegel
im Auto herrscht, kann man die Datenrate der
Programme auch ruhig bis an die Grenze der
Ertraeglichkeit schrauben, um noch mehr Programme
auszustrahlen — der Fahrer wird den Unterschied
sowieso nicht bemerken.
> Nein, es setzt sich nicht zwangsläufig das bessere Systrem durch
> sondern dasjenige, dessen Lobbyisten den größten Einfluss haben.
DAB hat halt das Problem, dass ueber UKW-FM-Radio
nebenbei noch immer eine Ueberversorgung mit mehr
oder weniger dem gleichen Bloedsinn herrscht, der
auch ueber DAB zu empfangen ist. Wer soll da auf
DAB umsteigen? Bei DVB-T hat man konsequent die
analogen TV-Sender abgeschaltet. Das war natuerlich
relativ problemlos moeglich, da es nur eine
Minderheit betraf, die dann zwar ein paar Euro in
Receiver investieren musste, dafuer aber auch mit
fast 30 Programmen belohnt wurde, statt der bis
dahin empfangbaren acht. Und dass DVB-T durchaus
auch fuer andere interessant ist, sehe ich an
meinen Eltern: die haben ihren Kabelanschluss
gekuendigt (160 Euro pro Jahr) und empfangen jetzt
fast die selben Programme wie vorher — nur in
besserer Qualitaet (es gibt wirklich
grottenschlechte Kabelnetze), und die
Kabelgesellschaft wurde als unerwuenschter Mitesser
aus der Nahrungskette gekickt.
MfG
Re: DVB-T vs. DAB – Digitalradio im Auto
No Comments
Posted 15 Apr 2008 in Allgemein